VW rechnet 2020 mit 500.000 verkauften Elektroautos

Der größte Automobilkonzern der Welt, die Wolfsburger Volkswagen AG (Volkswagen Group), teilte mit, man erwarte 2020 einen weltweiten Absatz durch von VW produzierten Elektroautos in Höhe von rund 500.000 Fahrzeugen. Das sagte Christian Dahlheim, Vertriebsvorstand der Volkswagen AG auf einer Telefonkonferenz. Schätzungen gehen davon aus, dass VW 200.000 bis 250.000 E-Autos in Europa verkauft werden könnte. [1]

Volkswagen bewirbt auf seiner Homepage die E-Zukunft angeblich ohne CO2.

Die E-Autos von VW sollen mehrheitlich im sächsischen Ort Zwickau zusammengebaut werden. Nach Angaben von VW sei dies derzeit das größte Automobilwerk zum Bau von Elektroautos. Ab 2020 möchte VW auch seine neue Technologie MEB (Modularer E-Antriebs-Baukasten) in der Produktion vorantreiben. Dabei handele es sich um «eine modular aufgebaute Auto-Plattform für Elektroautos», welche die Volkswagen Group und ihre Tochtergesellschaften entwickelten.

MEB werde zunächst in den VW-Marken Audi, SEAT und Škoda verbaut. Die Architektur ziele darauf, «elektronische Steuerungen zu konsolidieren und die Anzahl der Mikroprozessoren zu verringern, die Anwendung neuer Fahrerassistenztechnologien voranzutreiben und die Art und Weise, wie Autos gebaut werden, etwas zu verändern», heißt es etwas kryptisch. [2]

Die ersten von der VW Group gebauten MEB-Fahrzeuge seien der «Audi Q4 e-tron» (Baustart soll das Jahr 2020 sein), der «SEAT el-Born» (Baustart ebenfalls für 2020 erwartet) oder der «Škoda Vision iV», welcher ein bisschen wie ein Tesla aussieht und ab 2022 gebaut werden soll.

Jedes Auto der VW Group soll als E-Variante zur Verfügung gestellt werden

Bereits 2017 kündigte der VW-Konzern nach internen heftigen Diskussionen an, man wolle schrittweise die Ausrichtung des Konzerns weg von den lauten und umweltfeindlichen Verbrennungsmotoren auf Benzinbasis umstellen auf die leisere und umweltfreundlichere E-Technologie. Bis 2030 wolle man alle 12 zur VW AG gehörenden Automarken mit ihren 300 Modellen so umgebaut haben, dass es für jedes Automodell auch eine E-Variante gibt.

Um dieses Ziel zu erreichen, setzten VW-Vorstand und Aufsichtsrat eines der größten Investitionsprogramme in der Geschichte des Unternehmens an: Rund 43 Milliarden Euro sollen für den Aufbau der Elektromobilität-Sparte, auch neuer effektiver Autobatterien, bereit gestellt werden.

In drei VW-Werken werden E-Autos gebaut

Neben Zwickau sollen E-Autos der VW Group in zwei Produktionsstätten in Nordamerika und China gebaut werden. Die MEB-Technik möchte VW sowohl für Personenkraftwagen wie Nutzfahrzeuge anwenden.

VW kündigte zudem an, man wolle die neue Technik Wettbewerbern zur Verfügung stellen. Ob diese aber davon Gebrauch machen oder auf eigene teuer entwickelte Techniken setzen, ist bislang nicht größer bekannt.

Fakt ist: Sich von fremden Key-Technologien abhängig zu machen, ist als langfristige Unternehmensstrategie immer schwierig und gefährlich.

Einzelnachweise

[1] VW Konzern: Auf dem Weg zum volumenstärksten E-Auto-Herstellers Europa, von Sebastian, in: elektroauto-news.net vom 3.11.2019. Abgerufen am 4.11.2019.

[2] Volkswagen Group MEB platform, in: Wikipedia Deutschland. Abgerufen a 4.11.2019.

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