Deutschlands Farmer zahlen höchste Strompreise in der EU

Landwirte leiden in Deutschland im Vergleich zu anderer EU-Staaten unter hohen Strompreisen. Allerdings gehörten auch größere Landwirtschaftsbetriebe immer noch zu den eher kleineren gewerblichen Stromabnehmern. Das schreibt agrarheute.com.[i]

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Auch die Landwirte leiden unter Deutschlands exoorbitant hoehn Strompreisen.

Kostenmäßig schlagen Gewerbetarife für Strom bis 100.000 Kilowattstunden in Deutschland fast genauso zu Buche, wie Privatkundentarife. Immerhin zahlten Landwirtschaftsbetriebe eine niedrigere Stromsteuer, als Privatbürger, führt agrarheute weiter aus.

Die Stromsteuer für das produzierende Gewerbe und die Landwirtschaft liege gegenwärtig bei 1,537 Cent je verbrauchter Kilowattstunde im Vergleich zu 2,05 Cent je Kilowattstunde für Privathaushalte. Absolut ausgedrückt entspricht die Stromsteuer im Schnitt 50 Prozent des zu zahlenden Strompreises.

50 Prozent der Stromrechnung gehen direkt auf die Konten des Staates

Außerdem könnten, schreibt agrarheute weiter, Landwirtschaftsbetriebe dadurch Stromkosten sparen, indem sie stromintensive Vorgänge auf den Farmen nicht zu den Hochtarifzeiten durchführten, zu denen eben alle gerade Strom brauchen. So gebe es bestimmte Tages- und Nachtzeiten, welche für Landwirtschaftsbetriebe günstiger seien.

Für solche abweichenden Nutzungen könnten die Landwirte Spezialtarife mit diversen Stromversorgern abschließen. Notwendig sei dafür lediglich ein weiterer Stromzähler.

Allerdings seien „Rabatte für Niedertarifzeiten und für Wochenenden sowie Feiertage… bei einigen Anbietern zuletzt… deutlich zusammengeschmolzen“ oder seien sogar von den Energieversorgern komplett gestrichen worden.

Agrarheute führt weiter aus, wonach „im ersten Halbjahr 2018… der durchschnittliche Strompreis für gewerbliche Kunden, Landwirte und Verbraucher in Deutschland bei knapp 30 Cent je kWh (brutto)“ betragen habe. Noch 2008 hätten Verbraucher im Schnitt 21,50 Cent je kWh bezahlen müssen.

EU-weit liege der Strompreis, den Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland bezahlen müssten, im obersten Bereich.

Einzelnachweise


[i] Deutsche Landwirte zahlen die höchsten Strompreise in Europa, von Dr. Olaf Zinke auf agrarheute.com vom 29.3.2019. Abgerufen am 31.3.2019.

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