Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro weist deutsche Amazonas Hilfe zurück

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro erklärte am Sonntag, Brasilien brauche kein deutsches Geld, um den Amazonas zu erhalten.

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Der Papagei ist im Amazonas zu Hause.

Der Zurückweisung deutscher Amazonas Hilfe war ein Interview der deutschen Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze (SPD), 50, vorausgegangen. Sie hatte im Berliner Tagesspiegel erklärt, die Bundesregierung wolle derzeit keine weiteren staatlichen Finanzhilfen für die Rettung des Amazonasgebietes zur Verfügung stellen.

Als Grund erklärte die aus NRW stammende Politikerin: Obwohl das Geld fließe, holze Brasilien weiterhin das Amazonasgebiet ab. Der Amazonas Urwald gilt als wichtige Lunge für das weltweite Klima und hat als solches seit Jahrzehnten einen Stammplatz im Erdkundeunterricht an deutschen Schulen.

In Brasilien soll Bolsonaro zudem erklärt haben, schreibt unter anderem die Sonntagszeitung «O Estado de S. Paulo», er lasse nicht zu, dass Deutschland den Amazonas «kaufe». So wird er in brasilianischen Medien mit den Worten zitiert:

«Investieren? Sie (Anmerkung: Svenja Schulze) wird den Amazon nicht kaufen. Sie wird aufhören, die Rate an Amazon zu kaufen. Deutschland kann das Geld gut gebrauchen. Brasilien braucht es nicht.»[i]

Brasiliens Präsident sagte, andere Länder wollten Brasilien durch Förderprogramme "erobern": «Glauben Sie, dass große Länder am Image Brasiliens interessiert sind oder Brasilien übernehmen wollen?»

Er fuhr Jet Ski

Die Erklärungen gab der Präsident am Sonntagmorgen während einer Reise in Brasiliens Hauptstadt Brasilia ab. Zuvor hatte er kurz nach 9 Uhr den Präsidentenpalast «Alvorada» verlassen. Danach sei er Jet Ski fahren gegangen und habe mit einem Motorrad eine Messe rund um Zuckerrohr besucht.

Bislang habe Deutschland einen Amazonas-Fonds über das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit 55 Millionen Euro unterstützt, also rund 245 Millionen Brasilianische Rial. Auch Norwegen zahlt in diesen Fonds ein.

Künftig wollten aber, so «O Estado de S. Paulo», Gouverneure der nördlichen Regionen Brasiliens versuchen, direkte Hilfe für den Amazonas über internationalen Organisationen zu erhalten. Das Geld wolle man zur Eindämmung der Entwaldung im Amazonasgebiet benutzen.

Nach brasilianischen Medienberichten seien bislang aus nördlichen europäischen Staaten 95 Millionen Euro zur Rettung des Amazonas Gebietes überwiesen worden.

Einzelnachweise


[i] Laut Bolsonaro braucht Brasilien kein Geld aus Deutschland, um Amazon zu erhalten, original: Bolsonaro diz que Brasil não precisa de dinheiro da Alemanha para preservar Amazônia, in: globo.com vom 11.8.2019. Abgerufen am 12.8.2019.

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