CO2

Klimagipfel in New York: Weniger Ideologie, dafür mehr Technologie gefordert

Zum UNO-Klimagipfel in New York haben sich bislang 77 Staaten zumindest verbal verpflichtet, sie würden ihre Anstrengungen, bis 2050 die sogenannten angebliche «Klimaneutralität» (was immer das auch sein soll), zu erreichen.

Auch die Schweiz ist vom Klimawandel betroffen. Hier die berühmte Bergstation Schilthorn. Bild: pixabay lizenz free

Doch klar ist: Wo Menschen leben, wird auch ohne CO2 die Umwelt immer stark belastet sein. Eine «Klimaneutralität» wird es also so oder so nicht geben können.

Gleichzeitig forderte aber beispielsweise der Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer, man solle rund um die Klimadebatte «weniger ideologisch» debattieren. Dafür solle man die Anstrengungen deutlich erhöhen, durch bessere Technologie die Umwelt mehr zu schonen. Es müsse mehr Geld in Forschung und Entwicklung gesteckt werden.[i]

Auch Schweiz vom Klimawandel betroffen

Die Schweiz, so Maurer, sei als Alpenland ebenfalls vom Klimawandel betroffen. So gebe es in vielen ehemaligen Wintersportregionen weniger Schnee, dafür mehr Erdrutsche. Obendrein würden die Gletscher auch in der Schweiz schmelzen.

«Der Klimawandel bedroht unsere Lebensweise. Wir müssen das Problem ernst nehmen», so Maurer. Deshalb habe auch das Alpenland Schweiz beschlossen, bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

Der Schweizer Bundespräsident stellte zudem die mit den Niederlanden ins Leben gerufene Initiative «Pacta» vor. Das sei ein Instrument, wie sich Investoren beraten und zertifizieren lassen könnten – wahrscheinlich gegen viel Geld – ob ihre Investments oder finanziellen Verpflichtungen mit den 2015 abgeschlossenen Pariser Klimaschutzzielen vereinbar seien.

UNO-Generalsekretär António Guterres zeigt sich zufrieden

Zum Abschluss des UNO-Klimagipfels zeigte sich UNO-Generalsekretär António Guterres zufrieden. Es sei gut, dass immerhin ein Drittel der Länder sich nun darauf geeinigt hätten, noch größere Anstrengungen zu unternehmen, um das Klima mehr zu schonen.

Das bereits vor vier Jahren von über 200 Staaten ratifizierte Pariser Klimaschutzabkommen kostet nach bisherigen Schätzungen die Menschen dieses Planeten 25.000 Milliarden Euro. Das Ziel:

Bis 2050 C02 so weit zurückzufahren, um das viel beschworene Ziel der angeblichen «Klimaneutralität» hinzubekommen. Doch noch hinken die meisten Staaten um bis zu 80% hinter ihren eigenen gesteckten Klimazielen pro Jahr hinterher – darunter zahlreiche G20-Staaten.

Die 25.000 Milliarden Euro wollen die Staaten überwiegend über bereits bestehende Steuern, Steuererhebungen oder staatlich vorgeschriebene von Bürgern und Unternehmen zu bezahlende «Umlagen» eintreiben.

GRÜNEN-Politiker will Pendlerpauschale abschaffen

Zur angeblich stärkeren Förderung der Umwelt wollen nun einige GRÜNE in Deutschland gar die Pendlerpauschale ganz abschaffen oder stark eindampfen.[ii]

In Deutschland kann die Pendlerpauschale jeder Berufstätige steuerlich in der Steuererklärung geltend machen. Egal, ob man mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, der Bahn oder dem Auto. Der Staat will grundsätzlich fördern, dass Menschen sich aus ihrer Komfortzone begeben und auch weiter entfernte Arbeitsplätze annehmen.

Würde die Pendlerpauschale gestrichen, würde dies besonders Menschen in ländlicheren Gebieten empfindlich treffen, die aufs Auto angewiesen sind, um in der größeren Stadt zur Arbeit zu kommen. Oft sind auch die öffentlichen Verkehrsmittel nicht perfekt oder gar nicht vorhanden oder dauern unendlich viel länger, als das Auto.

Beispiel Pendler in der Schweiz: Wer am Bodensee auf der Schweizer Seite wohnt und täglich 70 Kilometer mit dem Auto nach Zürich zum Arbeitsplatz fährt, schafft diese Strecke in rund 45 Minuten mit dem Auto.

Pendeln stresst, kostet viel Zeit und viel Geld

Nimmt man aber den Zug, mit Umstieg, benötigt man oneway fast doppelt so lang – rund eineinhalb Stunden. Oder die Strecke Konstanz Stuttgart: Mit dem Auto ist das in rund ein dreiviertel Stunden zu bewältigen. Die Deutsche Bahn benötigt dafür drei bis vier Stunden – oneway mit bis zu drei Umstiegen. Und das dann jeden Tag für einen Pendler.

Pendeln machen die wenigsten der Millionen Pendler aus Spaß. Denn Pendeln kostet viel Stress, Zeit und Geld.

Sowohl Benzin ist teuer, als auch die Abnutzung des eigenen Autos. Und viele können die hohen Mieten in arbeitgebenden größeren Städten nicht bezahlen.

So kostet eine abgenutzte billig ausgestattete 60 Quadratmeter Wohnung beispielsweise in Zürich leicht an die 1700 Euro. Nicht weit davon entfernt sind Städte wie München, Frankfurt, Stuttgart, Köln oder Hamburg.

Einzelnachweise

[i] UNO-Klimagipfel in New York - Ueli Maurer fordert «weniger Ideologie», in: SRF, Schweizer Rundfunk vom 24.9.2019. Abgerufen am 25.9.2019.

[ii] Spöttische Reaktionen : Habeck kennt sich mit der Pendlerpauschale nicht aus, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23.9.2019. Abgerufen am 25.9.2019.

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